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7. Januar 2020

Kammern für neue Brücken über den Rhein

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Kammern für neue Brücken über den Rhein
Vor dem Hintergrund der anstehenden Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke betonen die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern Wiesbaden und Rheinhessen die dringende Notwendigkeit des Baus von
weiteren Rheinbrücken. Für die eng vernetzte Wirtschaft der beiden Landeshauptstädte seien schnelle Verbindungen über den Rhein essentiell.
Angesichts der gravierenden negativen Auswirkungen einer wochenlangen Komplettsperrung dieser eminent wichtigen Verkehrsader für Betriebe und Mitarbeiter bedürfe es für Betriebe unbürokratischer und schneller Ausnahmegenehmigungen.

Grenzen der Infrastruktur

Die Sperrung der Brückenquerung zeige einmal mehr, wie schnell die jetzige Infrastruktur an ihre Grenzen stößt. Dem enorm gestiegenen Verkehrsaufkommen müsse endlich durch eine zeitgemäße Infrastruktur entsprochen werden. Mit Brückenbauten aus den 1960er Jahren lasse sich das Verkehrsaufkommen von heute nicht bewältigen. Deshalb ist nach Ansicht der Wirtschaftskammern links und rechts des Rheins sowohl eine weitere Rheinquerung zwischen den beiden Landeshauptstädten als auch zwischen Rüdesheim und Bingen standort- und wirtschaftspolitisch absolut notwendig.
Die Landeshauptstädte und die Landkreise Rheingau-Taunus und Mainz-Bingen verbindende neue Brücken könnten erheblich zur Belebung der Wirtschaftstätigkeit auf beiden Rheinseiten beitragen. Gleichzeitig würde damit die Mobilität der Mitarbeiter gefördert und unnötige Umfahrungen vermieden werden, was nicht zuletzt der Umwelt zugutekomme.

Planungssicherheit hat oberste Priorität

Für die Wirtschaftskammern genießt Planungssicherheit oberste Priorität. Deshalb müssten die Sanierungsarbeiten auch in der eingeplanten Frist von vier Wochen abgeschlossen worden. Es stelle sich die Frage, warum mit den Sanierungsarbeiten erst exakt zu Ende der Schulferien in Hessen begonnen werde und nicht die aufgrund der Schulferien deutlich verkehrsärmere Zeit genutzt wurde. Auf Unverständnis stößt bei der regionalen Wirtschaft auch die Informationspolitik der Politik. Von der Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke habe man erst aus den Medien erfahren. Dies gelte auch für die angekündigte Sanierung der Weisenauer Brücke.