Social Media - 2026 Social Media 2026: Zwischen Zuständigkeit und Sichtbarkeit

Im Handwerk wird bei Social Media oft die Verantwortung weitergereicht: ans Team, an die Technik, an den Algorithmus. Dieser Artikel zeigt, was 2025 daran geändert hat, was der Trendradar 2026 erwarten lässt – und wie die neue Workshop-Reihe der Handwerkskammer Rheinhessen Betriebe befähigt, Sichtbarkeit selbst zu übernehmen.

Im Januar gibt es zu diesem Thema ein Online-Seminar:
Social Media 2026 – Orientierung fürs Handwerk

Darauf folgen Social Media Workshop, die je nach Level einzeln oder als Paket besucht werden können.
Die Anmeldung erfolgt hier

Alle zeigen aufeinander. Und keiner fühlt sich zuständig.

Ich denke oft an dieses eine Meme:
Drei Spider-Men stehen im Kreis und zeigen mit dem Finger aufeinander.
Jeder ist überzeugt: Der andere ist verantwortlich.

So fühlt sich Online-Marketing in vielen Handwerksbetrieben an.

Die Inhaberin sagt: „Das muss jemand aus dem Team machen.“
Das Team sagt: „Dafür bräuchten wir eine Strategie.“
Und irgendwo dazwischen steht Social Media – und bekommt die Schuld.
Oder die Technik. Oder der Algorithmus. Oder die Zeit, die nie reicht.

Was fast nie gesagt wird:
Vielleicht ist es nicht die Plattform.
Vielleicht ist es nicht das fehlende Talent.
Vielleicht fehlt vor allem eines: klare Verantwortung.

Wer ist eigentlich zuständig für Sichtbarkeit?

In meinen Gesprächen mit Betrieben taucht diese Frage immer wieder auf.
Nicht laut, nicht offen – eher zwischen den Zeilen.

Social Media wird „mitgemacht“. Nebenbei. Zwischen Kundenterminen und Baustelle. Ohne klare Rolle, ohne Ziel, ohne Einordnung. Gleichzeitig wächst der Druck. Kundinnen informieren sich online. Bewerberinnen vergleichen Betriebe. Sichtbarkeit entscheidet mit. Und trotzdem zeigt jeder ein bisschen auf den anderen. Wie im Spider-Man-Meme.

Was wir aus 2025 gelernt haben

2025 war kein Jahr der großen neuen Plattformen. Was sich klar gezeigt hat:

  • Reichweite ohne Einordnung bringt nichts
  • Perfekte Inhalte sind weniger wichtig als verständliche
  • Betriebe, die ihren Alltag zeigen, wirken glaubwürdiger als Hochglanzprofile
  • Social Media funktioniert nicht isoliert, sondern nur angebunden an Angebot, Zielgruppe und Betrieb

Der Blick nach vorn: Trendradar 2026

Für 2026 zeichnet sich kein radikaler Umbruch ab. Aber eine klare Verschiebung.

  • kurze, erklärende Formate statt reiner Unterhaltung
  • Videos, die Arbeit zeigen, nicht Menschen inszenieren
  • Texte, die einordnen, nicht verkaufen
  • Gestaltung, die Wiedererkennung schafft, nicht Aufmerksamkeit um jeden Preis
  • KI als Unterstützung – nicht als Ersatz für Haltung

Der Algorithmus bleibt komplex. Aber er ist nicht der Hauptgegner. Der größere Hebel liegt woanders:
Verstehen, was man zeigt – und warum.

Warum wir die Social-Media-Reihe neu gedacht haben

Als Social-Media-Redakteurin und Beraterin bei der Handwerkskammer Rheinhessen und im Projekt machdeinhandwerk sehe ich meine Rolle nicht darin, Betriebe „sichtbar zu machen“.

Sichtbarkeit funktioniert nur, wenn Betriebe selbst Verantwortung übernehmen.

Meine Aufgabe ist es, alles an die Hand zu geben, was dafür nötig ist:

  • Orientierung
  • Struktur
  • Verständnis
  • Sicherheit

Genau deshalb startet die Reihe mit einem Online-Seminar am 26. Januar 2026.
zur Anmeldung

Was passt zu meinem Betrieb?
Was kann ich leisten?
Was lasse ich bewusst weg?

Zwei Level.

Ab Februar folgen die Workshops – bewusst aufgeteilt in zwei Kompetenzlevel.

Level 1 richtet sich an Betriebe, die Struktur brauchen.
Level 2 an alle, die schon dabei waren und weiterdenken wollen.

Das ist mir wichtig.
Denn Sichtbarkeit ist kein Einmal-Projekt.
Und niemand startet bei null – aber auch niemand ist „fertig“.

Die Themen:

  • Inhalte und Themenfindung
  • Kurzvideos
  • Texte und KI
  • Gestaltung und Sichtbarkeit

Immer praxisnah. In kleinen Gruppen. Mit konkreten Ergebnissen. Melden Sie sich per Mail bei Julia Mehr, um direkt zu den Workshops eingeladen zu werden, sobald die Termine online sind: j.mehr@hwk.de

Und für alle, die tiefer einsteigen wollen:
Laufend 1:1-Beratungen, kostenfrei.

Verantwortung teilen heißt nicht nur, sie abzugeben

Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis – auch jenseits von Social Media. Sichtbarkeit im Handwerk entsteht nicht durch einen Algorithmus. Und nicht durch eine einzelne Person.

Sie entsteht, wenn Betriebe sagen:
Das gehört zu uns.
Das ist Teil unserer Arbeit.
Und wir kümmern uns darum.

Vielleicht brauchen wir also weniger Spider-Men, die aufeinander zeigen.
Und mehr Betriebe, die sagen: Okay. Dann fangen wir hier an.

Jetzt zum Online-Seminar am 26. Januar 2026 15:00-16:00 Uhr kostenfrei anmelden.
Anmeldung lohnt sich auch ohne Zeit am Termin
. Die Aufzeichnung wird zur Verfügung gestellt
. Alle Unterlagen werden bereitgestellt

Darauf folgen Social Media Workshop, die je nach Level einzeln oder als Paket besucht werden können.
Die Anmeldung erfolgt hier

DatumTitel
Montag, 23.02.2026
9–12 Uhr
Inhalte und Themenfindung – Level 1 
Grundlagen für Struktur und Planung
Donnerstag, 26.02.2026
9–12 Uhr
Inhalte und Themenfindung – Level 2 
Inhalte strategisch planen und gezielt einsetzen
Montag, 16.03.2026
9–12 Uhr
Kurzvideos – Level 1 
Filmen und schneiden mit dem Smartphone
Donnerstag, 19.03.2026
9–12 Uhr
Kurzvideos – Level 2 
Struktur, Tempo und Wiedererkennung
Montag, 20.04.2026
9–12 Uhr
Texte und KI – Level 1 
Klar, ehrlich und verständlich schreiben
Donnerstag, 23.04.2026
9–12 Uhr
Texte und KI – Level 2 
Inhalte effizient vorbereiten mit KI