Mit dem Richtfest für das neue Berufsbildungszentrum Bau hat die Handwerkskammer Rheinhessen einen wichtigen Meilenstein ihres Neubauprojekts an der Robert-Koch-Straße in Mainz-Hechtsheim erreicht und nimmt sichtbar Gestalt an.
Der handwerklichen Tradition folgend, standen beim Richtfest am 30. April diejenigen im Mittelpunkt, die den Bau mit ihrer Arbeit voranbringen: die Handwerkerinnen und Handwerker auf der Baustelle sowie alle am Bau Beteiligten. Auch Mitarbeitende der Handwerkskammer nutzten die Gelegenheit, ihren künftigen Arbeitsplatz erstmals zu besichtigen. Rund 120 Gäste kamen zusammen, um den Baufortschritt gemeinsam zu feiern.

Kammerpräsident Hans-Jörg Friese dankte in seiner Begrüßung allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit: „Das traditionelle Richtfest ist im Bauhandwerk ein ganz besonderer Moment“, betonte HWK-Präsident Hans-Jörg Friese in seiner Begrüßung. Seit dem Spatenstich vor gut zehn Monaten habe das neue Berufsbildungszentrum sichtbar Gestalt angenommen. „Wenn der Rohbau steht und der Richtkranz gesetzt wird, ist das nicht nur ein Zeichen für den Baufortschritt, sondern auch ein Moment des Dankes an alle, die mit Können und Einsatz dazu beigetragen haben. Aus Ideen, Zeichnungen und Planungen ist durch gemeinsame Arbeit ein solider Bau entstanden“, so Friese.

Das bisherige Berufsbildungszentrum war in die Jahre gekommen. Nach einer Machbarkeitsstudie und fachlicher Prüfung durch Gutachter des Bundes fiel die Entscheidung für einen Neubau an gleicher Stelle. Anfang Mai 2025 wurden die Förderbescheide von Bund und Land übergeben. Die Gesamtinvestition beträgt rund 34 Millionen Euro.
Der zweigeschossige Neubau entsteht auf einem rund 11.600 Quadratmeter großen Grundstück und umfasst etwa 7.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche bei einem Bauvolumen von rund 36.800 Kubikmetern. Bereits verbaut wurden rund 1.000 Tonnen Stahl und 6.500 Kubikmeter Beton – das entspricht etwa 900 Betonmischer-Ladungen.

Die Gebäude sind im Rohbau fertiggestellt. Die Gebäudetechnik hat bereits mit den Arbeiten begonnen, ebenso die Dachabdichtung. In den kommenden Monaten folgen Arbeiten an der Gebäudehülle und im Innenausbau. Die Fertigstellung des neuen Berufsbildungszentrums II ist für Mitte 2027 geplant. Bis dahin läuft der Ausbildungsbetrieb im Interimsgebäude gegenüber weiter. Mit dem neuen Zentrum investiert die Handwerkskammer, mit finanzieller Förderung von Bund und Land, gezielt in die Weiterentwicklung der beruflichen Bildung in der Region und schafft moderne Ausbildungsbedingungen für den Fachkräftenachwuchs im rheinhessischen Handwerk. Künftig werden im neuen Berufsbildungszentrum unter anderem Maurer, Zimmerer, Maler und Lackierer, Tischler sowie Fliesenleger ausgebildet. Insgesamt nutzen jährlich rund 2.000 Auszubildende und Teilnehmende die Angebote, ergänzt durch Meisterkurse, Prüfungen und Berufsorientierungsprogramme.

Alle Fotos: Kristina Schäfer