Kosmetiker: Neue Verordnung zum Strahlenschutz (NiSV)

Seit 1. Januar 2021 gilt die neue NiSV-Verordnung (Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung beim Menschen). Nach dieser darf eine Vielzahl von Geräten nur noch mit einem Fachkundenachweis genutzt werden. Einige wenige Anwendungen dürfen nur noch von Ärzten durchgeführt werden. Der Fachkundenachweis muss in Form von Schulungen/Seminaren bis zum 31.12.2022 erworben werden. Betroffen von dem zu erbringenden Fachkundenachweis der NiSV sind:

  • Lasereinrichtungen und intensive Lichtquellen, zum Beispiel zur dauerhaften Haarentfernung,
  • Hochfrequenzgeräte, zum Beispiel zur Faltenglättung,
  • Anlagen zur elektrischen Nerven- und Muskelstimulation (zum Beispiel zum Muskelaufbau in Sportstudios) und zur Magnetfeldstimulation (zum Beispiel Magnetfeldmatten),
  • Anlagen zur Stimulation des Zentralen Nervensystems, zum Beispiel Hirnstimulation zur Leistungssteigerung,
  • Ultraschallgeräte, zum Beispiel Ultraschall-Babykino sowie Magnetresonanztomographen

Anwender, die eine Kosmetikausbildung absolviert haben oder über eine 5-jährige Berufspraxis im Kosmetikbereich verfügen, müssen nur einen Teil der Schulungen belegen. Es gibt bereits einige Anbieter, die Fachkundeschulungen anbieten. Die Akkreditierung der Zertifizierungsstellen ist allerdings noch nicht komplett abgeschlossen. Es empfiehlt sich daher, bei der Seminarwahl zunächst vorsichtig zu sein.

Starke hautverletzende Laser zur Entfernung von Permanent Make-up und Tätowierungen sowie Verfahren zur Fettreduktion dürfen ab dem 01.01.2021 nur noch von approbierten Ärzten angewendet werden.

Microneedling-Anwendungen fallen nicht unter die neue Regelung.

Die Geräte müssen zudem bei der zuständigen Regionalstelle der Struktur-und Genehmigungsdirektion gemeldet werden. Das entsprechende Meldeformular und weitere Informationen finden Sie hier.

Anerkannte Schulungsträger ZDH Zert finden Sie hier.