Social Media und Google My Business im Handwerk Digitale Fachkräftegewinnung

Unbesetzte Stellen sind eine der zentralen Herausforderung im deutschen Handwerk. Soziale Medien sind eine prozessverbessernde Alternative zu den herkömmlichen Medien.

Digitale Fachkräftegewinnung im Handwerk, Facebook Business, Webeanzeigenmanager, Smartphone, Laptop, Digitalisierung, Hände
Chinnapong, Adobe Stock

Digitale Fachkräftegewinnung im Handwerk

Unbesetzte Stellen sind eine der zentralen Herausforderung im deutschen Handwerk. Der Fachkräftemangel ist dabei mitunter im demografischen Wandel begründet. Vor allem mittlere und kleine Unternehmen im Handwerk haben das Problem, ihre freien Stellen zu besetzen. Die Konkurrenz um bereits ausgebildete Kräfte ist groß, da auch die Wanderung der ausgebildeten Handwerker und Handwerkerinnen zunimmt. Das macht sich im Alltag in der Überlastung durch Aufträge bemerkbar und hat auch langfristig Folgen, wenn es zum Beispiel um die Betriebsübernahme geht. Wie digitale Fachkräftegewinnung im Handwerk funktionieren kann, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Stellenanzeigen generieren nicht genügend Bewerber

Es stellt sich also die Frage: Wie müssen Stellenanzeigen aufgebaut und veröffentlicht sein, damit diese genügend Bewerberinnen und Bewerber generieren? Ein solcher digitaler Beschaffungsprozess bedarf der Bereitschaft, sich online mit seinem Betrieb breiter aufzustellen und auch neue Medien zu nutzen. Neben Stellenportalen wie Stepstone, LinkedIN, Indeed, Xing oder dem Portal der Handwerkskammer „Fachkräftebörse“ bieten auch Google My Business oder Social Media Kanäle wie Instagram und Facebook gute Möglichkeiten, zielgruppengerechte Anzeigen zu schalten.

Schaut man auf die Ergebnisse der Studie von Mannott und Alhusen aus dem letzten Jahr, so stellt sich heraus, dass die bisherigen Methoden der Bewerbungsbeschaffung bei Kosten von bis zu 4000 Euro keine, beziehungsweise schwer messbare Ergebnisse erzielen. Die Erfahrungen der in der Studie befragen Betriebe waren meist die Neubesetzung durch Mundpropaganda. Bisherige Marketingmethoden wie Zeitungsanzeigen, bedruckte Firmenwagen oder Radiowerbung hatten kaum Bewerbungen zu verzeichnen. Das Ergebnis: Offene Stellen bleiben oft über Jahre unbesetzt.

Soziale Medien sind eine prozessverbessernde Alternative zu den herkömmlichen Medien

In der Beratung von Social Media Redakteurin Julia Mehr ist oft die erste Reaktion auf Instagram und Facebook: Dafür haben wir keine Zeit, da ist unsere Zielgruppe nicht, das ist nur Spielerei. Die Bereitschaft, die Website zu modernisieren und bei Google gefunden zu werden, ist da schon größer, berichtet Digitalisierungsberater Marc Siebert.

Welche Vorteile bieten also Werbeplattformen wie Facebook oder Google für die Fachkräftegewinnung?

Zunächst ist der Streuverlust wesentlich geringer. Durch eine genaue Auswahl können Alter, Wohnort, Qualifikationen und Interessen ausgewählt werden. Auch die zielgerichtete Ausspielung der Stellenanzeigen kann gesteuert werden. Budget und Zeitraum sowie die Ansprache der Zielgruppe können individuell angepasst werden. Während des gesamten Zeitraums der Anzeigenschaltung können Reichweite, Klickzahl und Zielgruppe übersichtlich ausgewertet werden. Effizienz und Effektivität können so enorm gesteigert werden. Bei einer Online-Werbeanzeige kann man bereits mit 200 bis 500 Euro gute Ergebnisse erzielen.

Erweitertes digitales Beratungsangebot der Handwerkskammer Rheinhessen

Social Media Beraterin Julia Mehr und Digitalisierungsberater Marc Siebert konzentrieren sich in diesem Jahr auf die digitale Fachkräftegewinnung im Handwerk. In der Online-Seminarreihe, sowie individuellen Beratungsterminen können Mitgliedsbetriebe aus Rheinhessen kostenfrei beraten werden. In der individuellen Beratung werden Betriebe dabei begleitet, das Bewerbungsprofil aufzusetzen und in einer digitalen Werbeanzeige zu platzieren. Auch die Landingpage sowie die allgemeine digitale Marketingstrategie werden dabei mitgedacht. Das Prinzip der digitalen Bewerbungsbeschaffung eignet dich für die Gewinnung von Fachkräften genauso gut wie für die Ansprache von Auszubildenden.

Für die Online-Seminare können Sie sich bereits jetzt online anmelden:

Online-Seminar: Instagram im Handwerk
26. Januar 2022
17-19 Uhr
Referenten: Influently
Mohamad Chouchi und Ruslan Kutluew sind selbst gelernte Handwerker im Bereich KFZ und SAK und haben sich nach jahrelanger Erfahrung auf Social Media als Social-Media-Berater und Content-Creator selbstständig gemacht.

Online-Seminar: Digitale Fachkräftegewinnung
Online-Werbeanzeigen für die digitale Bewerbungsbeschaffung einsetzen
23. Februar 2022
17-19 Uhr
Referenten: Marc Siebert und Julia Mehr
Mit Beispielen aus dem Handwerk

Online-Seminar: Online-Business
Facebook Business Suite und Google My Business gezielt nutzen
Mittwoch, 30. März 2022
17-19 Uhr
Referenten: Marc Siebert und Julia Mehr
Erfahrungsbericht: Carmen Kunz und Melanie Henke, Die Schmuckwerkstatt

Online-Seminar: Digitale Azubigewinnung
Zielgruppengerechte Ansprache über Social-Media-Inhalte
Mittwoch, 27. April 2022
17-18 Uhr
Referentin: Julia Mehr und Schülerin: Amy Seibt

Die Termine der Praxisworkshops für Instagram und Smartphone-Videos werden noch bekannt gegeben.
Folgen Sie der Handwerkskammer Rheinhessen auf Facebook und Instagram, um Teil des Netzwerks zu werden und Neuigkeiten nicht zu verpassen.

Ansprechpartner


Dagobertstraße 2
55116 Mainz
Telefon 06131 9992-275
M.Siebert@hwk.de


Dagobertstraße 2
55116 Mainz
Telefon 06131 9992-276
J.Mehr@hwk.de


Platzhalter: Erstens. Zweitens. Drittens. Erstens. Zweitens. Drittens. Erstens. Zweitens. Drittens. Erstens. Zweitens. Drittens.