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Digiboost Rheinland-Pfalz: Digitalisierungsförderung für den Mittelstand ab 1. März 2021

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt Unternehmen im Land bis 100 Mitarbeiter, um sich für die Herausforderungen der digitalen Welt zu rüsten.

Die Fördermittel werden in der Reihenfolge der Antragseingänge ausgezahlt.

Daher ist große Eile geboten.

Vor der Antragstellung MUSS ein Online-Seminar bei einer IHK oder Handwerksammer besucht werden.

► Termine Online-Seminare Digiboost



Kein passender Termin dabei?
Weitere Termine finden Sie bei den Handwerkskammern: PfalzTrierKoblenz



Wer bekommt die Förderung?

Förderfähig sind Unternehmen bis zu einer Größe von 100 MitarbeiterInnen für ihre Betriebsstätten in Rheinland-Pfalz.

TeilzeitmitarbeiterInnen werden anteilig berechnet.

Was wird gefördert?

1. Digitalisierung von Produktion und Verfahren

Visualisierung von Maschinenbelegungen, Digitalisierung von Logistikprozessen und Warenmanagementsysteme, digitale Geräteverwaltung/Asset Management (z.B. Diebstahlsicherung), ERP & E-Procurement (automatisierte Schnittstelle für Warenbestände, Lieferlisten, Mengenangaben, Interaktion zwischen Einkäufer und Lieferant automatisierte digitale Bewerbungsprozesse  shopfloor management,   Rechnungserfassung (Wareneingang,  Buchführung), vernetzte Endgeräte zur Erfassung der Wareneingängen (MDE)

Integration mobiler Betriebsgeräte in die Produktion oder Leistungserbringung (z.B. digitale Vernetzung von Unternehmen und Baustelle und deren digitale Dokumentation), digitale Baustellenverwaltung Implementierung von Drohnentechnologien, optische Erfassungssysteme, ) HMI-Terminals zur Maschinensteuerung und –überwachung (Mensch-Maschine-Schnittstelle), Qualitätskontrolle, -inspektion, Leitstand und Kommissionierung in der Intralogistik, Bedieneinheiten, Visualisierung und Parametrierung Aktoren, eingebettete Systeme, Sensoren, (drahtlose) Netzwerkinfrastrukturen und Power over Ethernet, Rechen- und Speicherkapazitäten für echtzeit-Datenverarbeitung und Datenbanken

Produktionsmanagementsysteme (MES – Manufacturing Execution System), Maschinendatenerfassungslösungen, Betriebsdatenerfassungslösungen, Bau- und Werkstattmanagement

Netzwerkinfrastruktur (FCoE (Fibre Channel over Ethernet), iSCSI (internet Small Computer System Interface), FC (Fibre Channel)), Block-Storage-Systeme, Hadoop Serversysteme (Framework für skalierbare, verteilt arbeitende Software)

Glasfaser und Power over Ethernet (PoE) Netzwerkeinfrastruktur, Netzwerkkomponenten

CRM: Kundenbeziehungsmanagement-Software, ERP-Systeme (Branchensoftware) Controlling, Personalwirtschaft, Materialwirtschaft, Product-Lifecycle-Management (PLM), Dokumentenmanagement (DMS), Beseitigung von Medienbrüchen durch Digitalisierung, Automatisierungssoftware, Verbesserung von physischen Produktionssystemen und digitalen Managementsystemen durch Vernetzung und Kommunikation mit der virtuellen digitalen Welt, CAD/CAM  (sofern diese über handelsübliche CAD/CAM-Lösungen hinaus geht und für den Betrieb speziell konfiguriert werden muss   ) Rechnungswesen, Mahnwesen, Buchhaltung, Kennzahlübersicht, Schnittstellen für mobiles Arbeiten, Personalmanagement, Produktionsplanungssoftware

Lösungen zu Condition-Monitoring und Diagnostik von Schnittstellen

Prototypenfertigung durch 3D-Druck mit einer vollintegrierten Einbindung im Produktionsablauf, 3D-Scanner/Kamera, individuelle Anpassung von Software

2. Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen

Sensorik, IoT (Internet of Things), RFID Technologie (radio-frequency identification Tags, Gates etc.), Beacons und Trackingsysteme; Professionelle Systeme zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung, Vernetze Maschinen im physischen Geschäft, Überwachungskameras mit Personenzählung oder Luftqualität, virtuelle  Planungssysteme, DECT-Infrastruktur (Digital Enhanced Cordless Telecommunications), HVAC-Systeme, Customer Journey Systeme, IoT-fähige Gastrogeräte, Digital Signage, Smart Shelf, MDE Computer (Maschinendatenerfassung), RFID Tags und Scanner, Barcode & QR (Quick  Response) Scanner, Datenlogger (Temperatur usw…)

Leistungsstarker Serverkapazitäten (Virtualisierung), optische Netzwerkinfrastruktur , Power over Ethernet (PoE) Smart Cards, Sicherheitstoken, vollintegrierte mobile Kassensystemen

Online Konfigurator mit Verknüpfung, z. B. zur Lagerhaltung oder Vertrieb, Digitale Aftersales, für Onlinebewertungen); individuelle E-Commerce-Systeme, Nutzung/Schaffung digitaler Marktplätze, Einführung professioneller Webshops – kein Webbaukasten), Digitale Bestellsysteme in der Gastro, interaktive Chatbots mit Bestellfunktion) Vollintegrierte Online Shops, Customer Experience Tools, Co-Creation und Customization tools, Einführungs- und Initialkosten für vollintegrierte und vernetzungsfähige Kassenmodule

Customer Experience Tools, Co-Creation und Customization tools, Digital Concierge, Digital Check-In, Digitale Gästemappe, Vernetzte Kiosks, digitale Preisauszeichnung, elektronische Preisschilder

Umsetzen eines auf das Unternehmen angepassten IT-und/oder Datensicherheitskonzepts inkl. Abnahme der IT-Sicherheit, Reduzierung der Gefahr des Ausfalles der IT-, Endpoint Proctection, Firewall mit Einbau und Konfiguration, Sandboxing, Monitoring, Infrastruktur

3. Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Vertriebskanälen

individuell programmierte Online-Shops, Online-Terminvergabe, E-Commerce-Systeme, Nutzung digitaler Marktplätze, Initialisierungsaufwand für die Nutzung von Cloud-Technologie, Einführung professioneller Webshops, Einführung neuer Funktionalitäten zur Kundeninteraktion, Programmierung und Einführung neuer Funktionalitäten zur Kundeninteraktion im Webauftritt,  Intergration von eServices, digitales Gästemanagement (Tischreservierung, Bestellaufnahme, Kontaktnachverfolgung)

App zur Kundeninteraktion, individualisierte Programmierung von neuen Funktionalitäten für Apps, Webseiten und Produkte (z. B. Produktkonfiguration, VR-/AR-Schnittstellen, Chatbots, virtuelle fotorealistische Produktpräsentation, Hard- und Software zur Konstruktion/Simulation von virtuellen Ausstellungen, Individualisierte Programmierung und Beauftragung

Einsatz künstlicher Intelligenz, Aufbau von Datenbanken für KI-Anwendungen, Nutzung von Blockchain-Technologien, Aufbau von Kundenanalysedatenbanken, Automatisierte Interaktion mit dem Kunden (z.B. Erinnerung an Wartungstermine, Produktkonfiguration-Tools, VR-/AR-Schnittstellen, Chatbots, Bestellmonitore in der Gastronomie, individualisierte Software zur virtuellen Produktpräsentation Entwicklung von datenbasierten Dienstleitungen, Virtuelle Showrooms, Chatbots, AR/VR Produktkonfiguration,

Online-Konfiguratoren, Konfiguration eines  Kontaktlosen Bezahlsystems, Etikettenscanner, Barcodedrucker, Digitale Signaturen, Digitale Rechnungen (ZUGFeRD), digitale Personalplanung

Wichtig: Beim Ausfüllen des Antragsformulars müssen Sie

  • aus den oben dargestellten Kategorien mindestens eine ankreuzen
  • Ihr Vorhaben in einem freien Textfeld in höchstens 200 Zeichen beschreiben. Überlegen Sie sich im Vorfeld hierzu bereits eine Formulierung

Was wird NICHT gefördert?

  • allgemeine/alleinstehende Beratung
  • ausschließlich Umsetzung gesetzlicher Vorschriften und nicht unmittelbare betriebliche Prozessverbesserung
  • reine Ersatzbeschaffungen,
  • Finanzierungskosten, Umsatzsteuer
  • Personalausgaben und Eigenleistungen des Unternehmens
  • Standardsoftware und Standardhardware (einschl. Software as a Service, Cloud-Services)
  • IKT-Grundausstattung/klassische Telefonie,
  • Leasing oder Mieten von Hardware, Software oder Software-Lizenzen
  • Ausgaben für Standard-Webseiten oder -Webshops oder deren Optimierung ohne direkte/unmittelbare Integration in den Leistungsprozess
  • Online-Marketing-Maßnahmen und reine Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimierung).

Ablauf des Antragsverfahrens

  1. Vor Beantragung MUSS eine Informationsveranstaltung (meist online) einer IHK oder Handwerkskammer besucht werden.
  2. Beantragung der Förderung bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)
  3. Antragsprüfung
  4. Ausstellung Zuwendungsbescheid durch die ISB
  5. Durchführung des Projekts (Kein Start vor Ausstellung des Zuwendungsbescheids!)
  6. Einreichung des Verwendungsnachweis  (max. 15 Monate nach Zuwendungsbescheid)
  7. Auszahlung der Förderung


Höhe der Förderung

Die Förderung wird als nicht-rückzahlbarer Zuschuss zum geförderten Projekt gewährt. Sie beträgt maximal 15.000 Euro.

Die Zuschussberechnung erfolgt auf die Netto-Kosten des Vorhabens.

Vorhaben in einem Umfang unter 4.000 Euro (netto) werden nicht gefördert.

Die Förderquote ist abhängig von der Größe des Unternehmens

  • Betriebe die kleiner sind als 10 MitarbeiterInnen: 75% Förderquote, 25% Eigenanteil
  • Betriebe von 10-29,9 MitarbeiterInnnen: Förderquote 50%, 50% Eigenanteil
  • Betriebe von 30-100 MitarbeierInnen: Förderquote 25%, 75% Eigentanteil

MitarbeiterInnen in Teilzeit fließen wie folgt in die Berechnung ein

MitarbeiterInnen bis 20 Stunden/ Woche = Faktor 0,5

MitarbeiterInnen bis 30 Stunden/ Woche = Faktor 0,75

MitarbeiterInnen über 30 Stunden/ Woche = Faktor 1

MitarbeiterInnen auf 450-Euro-Basis = Faktor 0,3

Beim Antrag einzutragen bzw. einzureichende Unterlagen

  • Rechtsform und Gründungsdatum des Unternehmens
  • Steuernummer des Unternehmens (und Steuer-ID bei Einzelunternehmern)
  • Branchencode des Unternehmens
  • Adress- und Bankdaten
  • Angaben zur Berechnung der Mitarbeiterzahl (Anzahl Mitarbeiter mit jeweiliger Wochenarbeitszeit)
  • Adresse der Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz, die als Hauptvorhabensort angegeben werden soll
  • Beschreibung des Digitalisierungsvorhabens in max. 250 Zeichen (kurze inhaltliche Einordnung und Beschreibung des beabsichtigten Maßnahmeneffektes, realistisch geschätzte Planzahlen zu den Investitionen, Umsetzungszeitrahmen)
  • Teilnahmebestätigung an einem Informationsangebot der IHK, Handwerkskammer oder Landwirtschaftskammer als Datei bzw. Scan
  • Falls seit 1.1.2019 de minimis-Hilfen durch das Unternehmen empfangen wurden: Anlage de minimis mit Informationen über eventuelle de minimis-relevante Vorförderungen im laufenden Kalenderjahr und den vorhergehenden beiden Jahren (ab dem 01.01.2019)

Kombination mit anderen Förderprogrammen

Die durch Digiboost geförderten Projekte dürfen nicht durch anderen Förderprogramme gefördert werden. Ggf. ist eine klare Abgrenzung in kleinere Unterprojekte vorzunehmen.



Hinweis zur Überbrückungshilfe III

Im Rahmen der Überbrückungshilfe III der Bundesregierung (Zeitraum November 2020 – Juni 2021) sind Investitionen in Digitalisierung einmalig bis zu 20.000 Euro erstattungsfähig.
Eine Anrechenbarkeit besteht dann, sofern für den gleichen Zeitraum die gleichen Maßnahmenkosten gefördert werden. Demnach ist im Vorhaben im Rahmen der DigiBoost-Förderung auszuschließen, dass die Kosten auch im Rahmen der Überbrückungshilfe III gefördert worden sind.
Eine Bestätigung durch den Antragstellers der Überbrückungshilfe III (i.d.R. die zuständige Steuerberatungsstelle) ist für die Auszahlung des Zuschusses erforderlich.
Eine Anrechnebarkeit der DigiBoost-Förderung besteht nicht.

Ansprechpartner


Dagobertstraße 2
55116 Mainz
Telefon 06131 9992-277
Fax 06131 9992-8277
j.schueler@hwk.de




Dagobertstraße 2
55116 Mainz
Telefon 06131 9992-275
Fax 06131 9992-783
m.siebert@hwk.de